Hexengeflüster

Wochenrückblick 100happydays W2

4. Dezember 2014
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Etwas verspätet hier der zweite Wochenrückblick. :)

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Tag 8: der dritte Tag in Folge mit herrlichem Sonnenschein und strahlend blauem Himmel. Die letzten Sommerbotinnen.

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Tag 9: Kuschelzeit mit dem Lieblingshund. ❤

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Tag 10: Tratschen mit einem lieben Freund. Skype machts möglich.

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Tag 11: Seit ich 2008 vegan wurde, dass erste Puddingteilchen von einem Bäcker. Japp hier bei mir ums Eck in Büdingen gibts einen Bäcker der vegane Teilchen macht. MEGALECKER!

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Tag 12: DVDabend mit dem Lieblingsmann. ❤ Von Frozen war ich allerdings nicht begeistert. Ich fand ihn leider hauptsächlich langweilig. Schade.

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Tag 13: Juldeko aufhängen mit dem Lieblingsmann. <3 Und ja, ihm steht sie offensichtlich auch gut. ^^

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Tag 14: Ich sag’s mal so, der Montag und ich, wir sind keine Freunde. Dank Gilmore Girls und dem After-Eight-Nikolaus (japp, vegan) konnte dieser aber gerettet werden.

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Althing 2014 – Nachlese

8. August 2014
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Hof am Morgen danach Foto by Irka

Hof am Morgen danach Foto by Irka

Dieses Jahr fand das 19. Althing der Nornirs Ætt, statt. Für mich war es das zweite Althing. Im letzten Jahr war ich zum ersten Mal dort und wurde direkt Drengr (das bedeutet, ich wurde aufgenommen und begann eine Art Probejahr zum gegenseitigen beschnuppern).
Bei diesem Althing nun, beendete ich mein Drengr-Jahr und wurde „richtig“ in die Ætt aufgenommen.
In diesem Jahr, dass ich nun bei der Ætt bin, habe ich so viel erlebt, so viele neue Freundschaften geschlossen, ich habe wirklich keine Sekunde bereut, um Aufnahme gebeten zu haben und freue mich jetzt sehr darüber „richtiger“ Ættling zu sein. Ich kann gar nicht glauben, dass ich erst ein Jahr dabei bin. Es kommt mir schon so viel länger vor. Von Anfang an hatte ich ein Gefühl des “Angekommenseins”, vor allem auch dank meines wundervollen Fylkis.

Das Althing-Wochenende insgesamt war auch wirklich wunderschön. Es wurde viel geredet, gelacht, gesungen, gegessen, getrunken, es fanden Rituale und Gesprächsrunden statt… wir hatten einfach rundum unheimlich viel Spaß.

Ein für mich sehr besonderer Punkt während des Wochenendes war ein persönliches Ritual für mich. Ich hatte mir gewünscht mich im Kreise der Ætt Freya zu weihen. Zwar habe ich mich ihr schon vor längerem – quasi unter vier Augen (also unter Freyas und meinen) – geweiht, aber ich hatte das Bedürfnis dies auch öffentlich, mit „Zeugen“, zu tun. Mein Gode Eibensang, bei dem ich in Ausbildung bin, hat das Ritual für mich geleitet und es war wirklich schön und berührend dies in einem solchen Rahmen zu tun. Es hat nochmal einiges für mich in Gang gebracht, vertieft und gestärkt und ich bin froh es gemacht zu haben.

Das Althing-Wochenende wirkt auch jetzt, knapp zwei Wochen später noch in mir nach. Zwar war ich körperlich wirklich völlig erschöpft, was vor allem am wenigen Schlaf und auch an den nicht wirklich barrierefreien örtlichen Begebenheiten lag, aber in spiritueller, geistiger und seelischer Hinsicht fühle ich mich unheimlich gestärkt, beflügelt, inspiriert, aufgetankt.

Ich freue mich jetzt schon auf unser nächstes Treffen.

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Wenn Thor dazwischen funkt

15. Juli 2014
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Letzten Donnerstag (Donnars-tag) hat bei uns der Blitz eingeschlagen. Es war schon echt heftig wie das geknallt hat. Das Gewitter kam sehr schnell und stürmisch und wir haben es nicht mehr geschafft rechtzeitig alle Stecker zu ziehen. Daher hat das Ganze, trotz Überspannschutzleisten (oder wie auch immer diese Dinger heßen) bei uns einigen Schaden hinterlassen, auch wenn wir insgesamt mit einem blauen Auge davon gekommen sind. Die Sat-Anlage wurde beschädigt und es gab auch bei unseren Vermietern, die ebenfalls mit im Haus wohnen, Schäden.
Bei uns waren es der Router, das Telefon, meine PC-Boxen, bzw. der Subwoofer, der Sat-Receiver und mein Pflegebettrost. Vor allem letzteres hat mich einiges an Nerven und eine schlaflose Nacht gekostet und mir Rückenschmerzen aus der Hölle beschert.

Der Pflegebettrost war gerade erst am Dienstag davor erneuert worden und ich brauche ihn wirklich. Ich kann mich nicht selbst drehen oder umlagern und so ist der elektrisch verstellbare Bettrost mein zweitwichtigstes Hilfsmittel nach meinem Beatmungsgerät, zusammen mit meinem e-Rolli, denn an eine entspannte Nachtruhe ist für mich ohne kaum zu denken, wie ich erneut feststellen musste. Zwar helfen diverse Kissen etc. aber nichts desto trotz war es so, dass ich meinen Mann etwa alle halbe Std. wecken musste um mich umzulagern, weil mir irgendetwas weh tat. Wir hatten also beide keine entspannte Nacht.
Am nächsten Morgen dann habe ich eine wahre Odyssee in Form von mindestens 7 Telefonaten hinter mich bringen müssen, die bis zum Nachmittag ging, bis ich endlich durch hatte, dass am gleichen Tag noch jemand kommt und den Bettrost austauscht. Die freundliche Dame von der Firma, die die Betten liefern (nicht das Sanitätshaus selbst) wollte mich bis zum Dienstag (also heute) vertrösten, weil es so lange dauern würde bis die Ersatzteile da sind. Das hätte für mich (und meinen Mann) weitere vier schlaflose Nächte bedeutet. Zum Glück hat dann aber einer der Mitarbeiter des Sanitätshauses (Rehability, btw.) sich eingesetzt und nochmal mit seinem Chef Rücksprache gehalten. Denen war klar, dass das nicht geht. Also für dann am Nachmittag endlich jemand los und ich hatte abends um 19Uhr dann wieder ein funktionierendes Bett da stehen. Woohoo!

Das neue Telefon ist heute angekommen. Ist echt doof, wenn das Telefon nicht funktioniert, wenn eins hauptsächlich über’s Telefon arbeitet. Zum Glück hatten wir noch unser Altes, das zwar nen Wackelkontakt hat, aber immerhin noch halbwegs zuverlässig funktioniert, auch wenn auch die Sprachqualität nicht so prickelnd ist.

Nach dem Bett am meisten ins schwitzen gebracht hat uns das Internet. Ich liebe das Internet. Ich nutze es viel und vielfältig und es fehlt mir wirklich, wenn es nicht funktioniert. Vor allem am Freitag war es wirklich ätzend. Ich hatte ja die Nacht nicht geschlafen und war einfach nur fix und alle. Ich hatte nicht die konzentration zu lesen o.ä, wenn dann weder Fernseher noch Internet funktionieren ist das echt ätzend. Dank Smartphone konnte ich zwar auch das etwas überbrücken, aber da ich ja meistens zu Hause bin und unterwegs nur selten mal ins Internet gehe, habe ich da nur eine Mini-Internet-Flatrate und so war dann eben nicht viel drin.
Auch da hat sich dann ausgezahlt, dass wir noch einen alten Router da hatten, über den wir dann nach einigem hin und her, inklusive diverser Telefonate mit t-online, mit ebenfalls noch vorhandenen Lan-Kabeln unsere Rechner wieder online bekamen. Den Göttern sei dank, denn sonst hätte ich noch das Endspiel verpasst. :D Der angeblich noch am Samstag verschickte Router, der ganz fix hier sein sollte, ist allerdings noch immer nicht da.

Was mich ein wenig überrascht ist, dass der Fernseher mir hingegen nicht fehlt. Mich wunderts deshalb, weil ich eigentlich ein Fernseh-Junkie bin. Obwohl ich es echt doof finde, läuft die Flimmerkiste bei uns oft den ganzen Tag. Ich bin so groß geworden. Bei meiner Mutter läuft heute noch Tag und Nacht der Fernseher. Es fehlt mir was, wenn ich dieses Hintergrundgeprabbel nicht habe. Wobei ich wohl sagen muss „fehlte“, denn wie gesagt, aktuell fehlt es mir gar nicht. Ich hab mich zwar schon dabei erwischt gewohnheitsmäßig bestimmte Sendungen einschalten zu wollen, aber wenn mir dann in der nächsten Sekunde einfällt, dass das nicht geht, dann ist es nicht schlimm. Im Gegenteil, ich genieße es! Die Stille ist wunderbar. Wobei, so wirklich still ist es ja auch hier auf dem Land nicht. Da sind unsere Tiere, die Tiere draußen, der Wind, das Glockenläuten, Nachbarn, Fußgänger, Autos, spielende Kinder …

Nun jedenfalls haben wir uns darauf geeinigt etwas zu probieren, was ich schon seit Ewigkeiten machen will, nämlich das Fernsehen aus unserer Wohnung zu verbannen, bzw. es nicht wieder rein zu holen. Wir werden erst mal für mindestens vier Wochen keinen neuen Receiver anschaffen und einfach mal schauen wie es uns damit geht. Dank DVD, Mediatheken, VOD usw. ist es ja trotzdem möglich sich Filme, Serien usw. anzusehen, wenn eins möchte und ansonsten bleibt mehr Ruhe und Zeit für anderes.

Mein Mann war bisher immer dagegen und ist auch jetzt nicht so wirklich begeistert, aber auch er will sich zumindest mal auf den Versuch einlassen. Ich bin wirklich gespannt.

Mein erstes Erfolgserlebnis ist, dass es für mich kein Problem ist, ohne Fernseher einzuschlafen. Ja, ich hatte auch im Schlafzimmer einen Fernseher und ja, der lief jeden Abend zum einschlafen. Nun schweigt er und die letzten Nächte habe ich trotzdem sehr gut geschlafen. Yay!

So zeigt sich für mich mal wieder, das alles, auch so ein doofer Blitzeinschlag, seinen Sinn hat. Er hat mir sehr deutlich vor Augen geführt wo ich von Strom wirklich abhängig bin, aber auch wo ich es nicht bin. Danke Thor! Gut gemacht!

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Mainacht

30. April 2013
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Ich habe heute den ganzen Tag gefroren, es regnet und ich bin so garnicht in Beltane Stimmung, daher werde ich heute nicht feiern, sondern warten bis mir danach ist.

Trotzdem wünsche ich euch allen, egal ob ihr schon gefeiert habt, heute feiert, oder noch feiern werdet, ein fröhliches, sinnliches und beschwingtes Beltaine!

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Familiar

26. April 2013
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Bei meinem Spaziergang heute ging mir so einiges durch den Kopf, während ich die Sonne und die Landschaft genoss und Sam dabei zusah wie er die Welt erkundet. Ich war ganz voller Glück und Dankbarkeit und dachte an Mango.

Ich vermisse Mango, aber inzwischen ist dieser Schmerz nicht mehr so präsent. Dank einer Schamanischen Reise und Freyjas Unterstützung konnte ich ihn gehen lassen. Seit dem überwiegen die Liebe und die schönen Erinnerungen, wenn ich an ihn denke.

Heute wurde mir bewusst, dass Mango eine ganz besondere Rolle in meinem Leben hatte. Das er ein Familiar (leider nur auf Englisch, aber ich schreib da bei Gelegenheit mal was) war, war mir recht schnell klar als er bei uns einzog. Aber was seine wirkliche Aufgabe war, das fange ich erst jetzt an zu begreifen.

Also Mango zu mir kam, beendete ich gerade mein Studium. Ich war noch mitten in meiner Diplomarbeit, hatte aber schon keine Vorlesungen mehr und zog mit meinem (damals noch Freund, inzwischen) Mann zusammen. Zu diesem Zeitpunkt begann ein Prozess, der mich nach innen führte, auch wenn ich das damals noch nicht wusste.

Mit dem Ende des Studiums begannen auch die Abschiede von den Menschen, die mich bis dahin begleitet hatten. Die Kommilitonen und Freunde aus der Studienzeit begannen sich in alle Himmelsrichtungen zu verstreuen und ich begann mich ernsthaft meiner Spiritualität zu widmen. Kontakte zu Gleichgesinnten zu knüpfen und damit einen ganz neuen Weg einzuschlagen. Mit Magie, dem Heidentum usw. hatte ich mich zwar schon länger beschäftigt, aber eben nicht so intensiv.

In den darauffolgenden Jahren passierte viel. Ich knüpfte Kontakte, schloss neue Freundschaften und alte verloren sich, manch eine hatte auch ein jähes Ende. Schließlich zogen wir aus Heidelberg weg, wieder näher an meine alte Heimat und landeten nach einem weiteren Umzug hier in der Wetterau.

Etwas das ich lange nicht merkte geschah auch in dieser Zeit. Ich ging immer mehr den Weg des Eremiten, zog mich weiter von der Welt zurück. In der intensivsten Zeit schlief ich am Tag und durchwachte die Nächte. Ich lebte quasi in der Dunkelheit und meine Freundschaften beschränkten sich am Ende nur noch auf Kontakte über das Internet.

Mango begleitete mich durch diese Zeit. Er war ein Eremit. In sich ruhend und trotz seiner Größe (Schulterhöhe 74cm) manchmal unsichtbar. Er lebte mit uns und blieb doch in gewisser weise immer etwas auf Distanz. Ein Schmuser war er nie, dafür ausgeglichen und geduldig. Er liebte es zwar sich Brust und Hals kraulen zu lassen, dann saß er vor einem wie ein kleiner Fels und reckte seinen Hals so weit, dass er manchmal fast nach hinten überkippte, aber mehr mochte er nicht. Mango war auch kaum zu hören. Nur seltan hat er mal gebellt. Er war freundlich und offen zu jedem Menschen und jedem Tier und doch eher ein Einzelgänger, auch wenn er Spaß daran hatte auch mal mit einem anderen Hund über die Wiese zu flitzen.

Für mich hat in der Zeit in der ich mich von Mango verabschieden musste eine neue Lebensphase begonnen. Ich lasse den Eremiten, der eigentlich so garnicht meinem Luft-Feuer-Naturrell entspricht, hinter mir und mache mich frisch auf, dem Narren gleich bereit die Welt zu erobern, oder zumindest zu entdecken.

Die Eremiten-Zeit war wichtig für mich, sie hat mich geerdet und mich meinen Gefühlen näher gebracht und damit auch mir selbst. Ich bin Mango so unendlich dankbar dafür, dass er mich durch diese Zeit begleitet hat und er wird immer in meinem Herzen bleiben. Keine Ahnung wie ich das ohne ihn hätte aushalten sollen, denn ich bin so gar kein Eremit.

Jetzt begleitet mich Samweis, auch er ist ein Familiar. Klein, frech, neugierig ist er. Ein kleiner Wirbelwind, der mein Leben völlig auf den Kopf gestellt hat, nachdem Mangos Tod es aus den Fugen riss. Er ist wie der Narr … und er ist der Hund der Närrin. Gemeinsam entdecken wir die Welt neu, brechen auf zu neuen Abenteuern und betrachten neugierig und wach alles was uns begegnet, ob Mensch, ob Tier, oder Baum und Blume am Wegesrand …

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