Kreativ

An Freyja

22. März 2013
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Freyja, mit deinem Namen auf meinen Lippen
bringe ich Liebe, all denen, die sie brauchen.

Freyja, mit deinem Namen auf meinen Lippen
bringe ich Hoffnung, all denen, die sie brauchen.

Freyja, mit deinem Namen auf meinen Lippen
bringe ich Stärke, all denen, die sie brauchen.

Freyja, mit deinem Namen auf meinen Lippen
schlage ich jeden Feind in die Flucht.

Freyja, mit dir in meinem Herzen
gehe ich jeden Weg,
immer.

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Vermischtes

7. Februar 2013
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Heute gibts hier mal bunt gemixtes.

Zum Beispiel diesen Schal hier, den ich vor ein paar Tagen beendet habe. Leider kommt er auf den Fotos nicht halb so schön rüber, wie er in Wirklichkeit ist.

Die Fotos werden dem Schal leider so garnicht gerecht. die Farben sind auch sehr verfälscht. Es sind alles blautöne, vor allem ein sehr kräftiges türkisblau, ein etwas dunkleres blau, richtiges dunkelbau und weiß. Für mich ein “Himmel-Schal” weil mich die Farben an die Farben des Himmels erinnern. Das Muster für den Schal habe ich von ravelry, es heißt “Meander”. Die Wolle ist “Woll Butt Versailles” türkis color.

Mein nächstes Häkelprojekt sind Socken. Mal schaun was das gibt. ^^

Außerdem gibts neues vom Hund. Samweis wächst und gedeiht. Es ist wirklich Hammer wie schnell die Kerlchen größer werden. Daher hat der Kleine auch ein neues Geschirr bekommen.

Das Geschirr ist eigentlich komplett schwarz (werdet ihr sicher noch auf anderen Fotos zu sehen kriegen). Es hat nur eine reflektierende weiße Naht vorne auf dem  Brustgurt und eine grau-weiße reflektierende Naht auf dem Rückenteil. Dank des Blitzes leuchten diese so heftig auf. Der Schriftzug ist übrigens austauschbar.

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Die Alte und das Mädchen (Kurzgeschichte)

1. September 2012
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Vor langer Zeit, da lebte eine junge Frau in einem kleinen Dorf. Ihr Haar war rot wie die Sonne, die im Westen untergeht und ihre Augen tiefblau wie der Himmel an einem klaren Tag.

Ilara, so hieß die junge Frau, war das einzige Kind ihrer Eltern. Ihre liebste Beschäftigung war es, mit ihrem treuen Hund durch die Felder und Wälder zu streifen und die Tiere, Pflanzen und Menschen zu beobachten denen sie begegnete. Die Eltern verstanden Ilaras Freude an dieser Beschäftigung nicht, sie fanden sie unnütz. Arbeiten sollte sie, das war wichtiger. In Haus und Garten gab es immer etwas zu tun. Ilara war nicht faul, doch zog es sie manchmal einfach hinaus. Dann brauchte sie die Freiheit der Natur wie die Luft zum atmen, so schien es ihr. Sie gab ihr Kraft und Ruhe zugleich.

Eines Tages, als sie wieder einmal einen Spaziergang machte, kam sie zu einem ihrer Lieblingsplätze. Es war eine Wegkreuzung auf einer Anhöhe am Waldrand. Wenn sie hier oben stand, auf dem Punkt an dem sich die drei Wege trafen, dann fühlte sie sich kraftvoll und beschützt. Niemals traf sie hier jemanden, obwohl der Weg eigentlich oft befahren war, wie die Wagenspuren verrieten.

Sie stand nur da, ließ ihren Blick über den Wald hinter sich, aus dem sie gekommen war, gleiten. Über die weiten Felder, die vor ihr lagen. Die Ernte war eingebracht worden, der erdige Duft frisch gepflügter Felder lag in der Luft. Sie schloss die Augen. Spürte den Wind, der sie umspielte und an ihrem Kleid und ihren Haaren zupfte. Doch war es wirklich nur der Wind der an ihr zupfte? Sie öffnete die Augen und erschrak ein wenig, denn vor ihr stand eine alte Frau, die sie anlächelte. Wie konnte es nur sein, dass sie sie nicht hatte kommen hören?

Die Alte sah sie an. Wärme lag im Blick ihrer alterslosen Augen. Sie trug einen dunklen Umhang, dessen Kapuze sie über den Kopf gezogen hatte und einen Korb mit Äpfeln.

Ilara sah sie für einen Augenblick überrascht an, doch schien ihr die Frau freundlich und so lächelte sie schnell. „Sei gegrüßt, Mütterchen“ sagte sie höflich und erwiderte das Lächeln der alten Frau.

Grüß dich.“ sagte die Alte und streichelte dabei mit einer Hand Ilaras Hund, der heran gekommen war. Dies überraschte die junge Frau beinahe noch mehr als das plötzliche Auftauchen des alten Weibes, denn ihr Hund hielt für gewöhnlich deutlich Abstand von Fremden, gleichzeitig schien es ihr seltsam natürlich wie er nun seinen Kopf in die Hand der Alten schmiegte und sanft seinen Körper an sie lehnte.

Ein schöner Platz ist dies, nicht wahr?“ fragte die Alte Ilara mit einer Stimme, die so alt und gleichzeitig jung klang wie das Raunen des Waldes im Abendwind.

Ilara nickte und ein glücklicher Glanz spiegelte sich in ihren Augen. „Oh ja,“ sagte sie voller Überzeugung „der Schönste den ich kenne.“

Die Alte schmunzelte und erwiderte das Nicken der jungen Frau. „Kommst oft hierher.“ sagte sie feststellend und blickte Ilara mit einem Blick an, der ihr das Gefühl gab, das Mütterchen sehe ihr bis tief hinab in die Seele, was ihr seltsamer Weise nicht unangenehm war. Sie hatte das Gefühl diese Frau schon immer zu kennen und ihr alles sagen zu können, obgleich dies eigentlich nicht nötig gewesen wäre, denn sie wusste ohnehin bereits alles, Überwältigt von diesem Gefühl konnte Ilara nur stumm nicken und hatte dabei doch das Gefühl so viel mehr zu sagen.

Das alte Weib lächelte und kraulte dabei noch immer den Kopf des Hundes, der inzwischen an ihrer Seite saß. Dabei sah sie Ilara erneut in die Augen, hielt ihren Blick regelrecht gefangen. Immer tiefer schien der Blick der Alten zu gehen, immer mehr schien dabei mit einem Mal die Welt um Beide zu verschwimmen, immer ferner und unwirklicher schien sie der jungen Frau bis sie nur noch sich wahrnahm, die Alte und ihren Hund. Die junge Frau fühlte sich warm und weit, schwindelig wurde ihr und gleichzeitig fühlte sie sich klar wie nie zuvor. „Willkommen daheim. Ich nehme dich an meine Tochter.“ hörte sie die Alte sagen, die nun gar nicht mehr alt auf sie wirkte. Sie schien jung und reif und alt zugleich. Aus ihrer einfachen Kleidung war ein schlichtes, aber wunderschönes Kleid geworden, dass weich ihre weibliche Gestalt umspielte wie der Nebel sanft in der Dämmerung die Landschaft umfließt. „Besuch mich wieder.“ sagte sie mit liebevoller Stimme.

Ilara war als taumle sie kurz, dann wurde die Umgebung wieder schärfer, die Alte sah wieder aus wie zuvor. Die Junge Frau, schüttelte ihren Kopf um Orientierung bemüht. Da machte das Mütterchen eine kleine Bewegung, bei der einer der Äpfel aus ihrem Korb fiel und an der jungen Frau vorbei über den Weg auf die Wiese kullerte. Ilara drehte sich sofort danach um und hob ihn auf, um ihn der Alten zu reichen, doch als sie sich wieder um wandte war diese fort. Nur Ilaras Hund saß noch dort wie eben, sah sie an und wedelte mit dem Schwanz. Verdutzt und verwirrt blickte die junge Frau sich um, suchte mit ihrem Blick die Umgebung ab und sah schließlich auf den Apfel in ihrer Hand. Einen Augenblick verweilte sie so, dann umspielte plötzlich ein Lächeln ihre Lippen. Sie nickte und flüsterte leise doch bestimmt „Auf Bald!“, dann biss sie herzhaft in den Apfel, lachte und machte sich zusammen mit ihrem treuen Begleiter auf denn Heimweg.

© Frea V. (Sandra Streit) 2012
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